GEW-Kampagne für eine faire Besoldung JA 13! Weil alle Lehrer*innen es verdienen!

Anlässlich des “umgekehrten Equal Pay Day” am 21. November treten Lehrer*innen aus Grundschulen, gemeinsam mit den Lehrkräften der Sekundarstufe I für eine Aufwertung ihres Berufs und die gleiche Bezahlung aller Lehrämter ein. Die GEW NRW ruft im Rahmen einer bundesweiten "Aktionswoche JA13-für alle" zu einer symbolischen Aktion vor dem Landtag in Düsseldorf auf. Geplant ist eine riesige „A 13“ aus den Kundgebungsteilnehmenden. Auch in Bielefeld und Münster finden Kundgebungen statt. Schulministerin Yvonne Gebauer; FDP, hatte für die Landesregierung eine Besoldungsreform in Aussicht gestellt, weil die mittlerweile gleichwertige Lehramtsausbildung besoldungsrechtliche Konsequenzen haben soll, von der auch Tarifbeschäftigte profitieren. Für die GEW NRW ist dieser Schritt schon längst überfällig. Der namhafte Rechtsexperte Prof. Dr. Ralf Brinktrine, Universität Würzburg, hat in einem von der Bildungsgewerkschaft in Auftrag gegebenen Gutachten die schulformabhängige Besoldungseinstufung von Lehrkräften als verfassungswidrig bewertet. Für die Vorsitzenden der GEW im Rhein-Kreis Neuss, Sylvia Decker und Andrea Bremer bedeutet das: „Es gibt keine sachlichen Gründe, Lehrkräfte an Grundschulen und an den Schulformen der Sekundarstufe I schlechter zu bezahlen. Hochschulausbildung und Vorbereitungsdienst sind für Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen gleich lang. Im Lernprozess der Kinder leisten sie gleichwertige Arbeit.“ Im Gegensatz zu den Lehrkräften an der Grundschule und an den Haupt, Real- und Sekundarschulen und in der Sekundarstufe I der Gesamtschulen erhalten Lehrer*innen an Gymnasien und in der Sekundarstufe II sowie an Berufskollegs als Berufsanfänger*innen A13Z (Zulage). Nach GEW-Berechnungen liegt die Differenz im Einstiegsgehalt zwischen A12 und A13Z bei über 600 EURO. Die Vorsitzende der GEW im Rhein-Kreis Neuss, Andrea Bremer ergänzt ein zentrales politisches Ziel der GEW: „Bei der angekündigten Reform der Besoldung dürfen diejenigen nicht abgehängt werden, die zwar nach einer alten Studienordnung studiert haben, deren Berufserfahrung aber die inzwischen verlängerte Ausbildungszeit mehr als aufwiegt und die in der aktuellen Situation des Lehrkräftemangels zudem viele zusätzliche Aufgaben wie die Einarbeitung von Kolleg*innen ohne Lehramt übernehmen. Berufserfahrung und die Übernahme von Verantwortung müssen angemessen honoriert werden. JA 13! Weil alle Lehrkräfte es verdienen!“ Zur Verdeutlichung des finanziellen Unterschieds wendet die GEW in ihrer bundesweiten Kampagne das Prinzip des „umgekehrten Equal Pay Day“ an, der symbolisch die geschlechtsspezifische Lohnlücke markiert: gemessen an der Besoldung nach A 13 Z arbeiten alle Lehrkräfte, die nach A 12 bezahlt werden, die letzten fünf Wochen des Jahres, unbezahlt. Düsseldorf: 21.11., 15.00 Uhr – Landtag Kontakt: Sylke Neuendorf-Barsties s.barsties@barsties-neuss.de 15. November 2017
GEW-Kampagne für eine faire Besoldung JA 13! Weil alle Lehrer*innen es verdienen!

Foto: Sebastian Bernhard/pixelio.de